Muskauer Faltenbogen
Der
Muskauer Faltenbogen ist eine fast ideal zungenförmige Stauchendmoräne von etwa
20 km Breite. Geographisch bildet er einen unselbständigen, älteren Teil des in
der Saale - Kaltzeit gebildeten Lausitzer Grenzwalls
Seine Entstehung verdankt der
Faltenbogen einem Zungengletscher. Zu Beginn des zweiten Eisvorstoßes bewegte
sich ein etwa 20 km breiter einzelner Gletscher
schneller aus der von Norden heranrückenden Inlandeisfront nach Süden.
Der Gletscher übte vor allem durch sein Eigengewicht einen gewaltigen Druck auf
seinen Untergrund aus. Infolgedessen wurden die Sand-, Ton- und Kohleschichten
unter und vor dem Gletscher in Form von Falten und Schuppen deformiert. der
Stauchungsprozess wiederholte sich mindestens drei Mal. Später wurde der
Faltenbogen durch nachrückendes Eis überfahren und stark eingeebnet.
Besonders die aufgestauchten
Braunkohleflöze prägen heute durch die über ihnen entstandenen Gieser das
Landschaftsbild.
Der Faltenbogen ist schutzwürdig als
Geotop und als ökologisch vielfältiger
Lebensraum.