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FEUER–WASSER–KATASTROPHEN

 

Zornfeuer im Städtel Muskau vor 250 Jahren

 

Seit jeher fürchten sich Menschen vor den Urgewalten der Natur, wie Feuer, Wasser, Erdbeben, Dürre, Sturm. Sie brachten Tod, Krankheit, Zerstörung, Missernte und Hungersnot. Durch unvorsichtigen Umgang mit Feuer verloren sie oft ihr Hab und Gut, wie damals vor 250 Jahren im Städtel Muskau. Das liegt mehr als fünf Generationen zurück.

 

Die Feuersbrunst vom Mittwoch, den 2. April 1766, schockierte die damaligen Bewohner der Stadt so sehr, dass sie das Zornfeuer Gottes als Schicksal für ihren sündhaften Lebenswandel annahmen.

 

Danach begingen die Muskauer alljährlich am 2. April "bußfertig und andächtig" ihr Brandfest. Die einst in Holz- bzw. Fachwerkbauweise errichteten Häuser sollten von nun an ausschließlich mit Steinen erbaut und bedeckt werden.

 

Mit der Anschaffung einer Kirchen- und Feuerspritze für 150 Taler, gesammelt von der Kirchengemeinde, schlug in Muskau die Geburtsstunde des Feuerlöschwesens. Jedoch vergingen bis zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr noch mehr als 100 Jahre.